Die Vision eines Bildes entsteht aus zuvor gemalten Bildern. Ein Bild führt zum nächsten. Der Werkkomplex entwickelt sich so aus sich selbst und lässt doch Einflüsse zu.
Das Ausschlaggebende aber ist der Moment des Malens und der Prozess des Malens, den ich verursache und lenke, dessen Ergebnisse ich verwerfe oder akzeptiere. Hierdurch entstehen die spezifischen Formen, Verläufe, Kanten und Strukturen, Strukturen die manchmal durch den Farbauftrag, manchmal durch die Farbmaterialität entstehen. Die Farbe kann in der Beschaffenheit ihrer Oberfläche matt oder glänzend, transparent oder deckend sein, sich in die rohe Leinwand einsaugen oder mit Volumen auftrocknen, Tiefe entwickeln oder reflektieren. Das Gemalte ist durch sein Entstehen bestimmt. Das Gemalte ist eine dargestellte Wirklichkeit.